Abnehmen mit Zucker Ersatzstoff Aspartam

Abnehmen mit Aspartam

Sie möchten gern abnehmen und suchen den richtigen Weg? Sie lieben süße Nahrungsmittel ganz besonders und wissen irgendwie, dass Zucker dick macht? Denken Sie vielleicht daran, den Zucker mit Aspartam zu ersetzen? Sind künstliche Süßstoffe zum Abnehmen wirklich die richtige Lösung?


Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen diese Annahme leider nicht. In zahlreichen süßen Nahrungsmitteln wird der Süßstoff Aspartam eingesetzt. Er soll den Zuckergehalt senken, die Lebensmittel kalorienärmer und so besser für die Nahrungsaufnahme und zum Abnehmen machen. Eine neuere Studie kommt jedoch zu der Feststellung, dass Aspartam das Abnehmen wahrscheinlich gar nicht fördert, sondern vielleicht sogar be- oder verhindert.

Abnehmen mit dem Zuckerersatzstoff Aspartam?

Forscher des Massachusetts General Hospital führten Beobachtungen an Mäusen durch. Diese sind in ihrem Verhalten bei der Nahrungsaufnahme dem Menschen durchaus ähnlich, so können Schlussfolgerungen gezogen werden. Tiere, deren Trinkwasser mit Aspartam angereichert war, nahmen schneller zu als solche, die lediglich reines Wasser konsumierten. Als Grundlage wurden alle Mäuse mit der gleichen fettreichen Nahrung gefüttert. Die Mäuse mit dem Aspartamwasser brauchten nach dessen Aufnahme dann merklich mehr Nahrung. Es traten noch weitere interessante Symptome des sogenannten metabolischen Syndroms auf. Das Ergebnis wurde digital in der anerkannten Wissenschaftszeitschrift „Applied Physiology, Nutrition and Metabolism“ publiziert und sorgte in Fachkreisen für Aufmerksamkeit. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass offenbar ein Abbaustoff des Aspartams als Verursacher der kontraproduktiven Wirkung dieses Süßstoffs agiert. Er hemmt die Funktion eines wichtigen Enzyms im Darm, der intestinalen alkalischen Phosphatase (IAP). Nach dem Genuss eines Softdrinks mit Aspartam reduzierte sich die Enzymaktivität. Bei demselben mit Zucker gesüßten Getränk geschah das nicht.

Ältere Studien hatten bereits bewiesen, wie die Mäuse durch dieses im Dünndarm gebildete Enzym trotz nährstoffreichen Futters vor Fettleibigkeit, metabolischem System und Diabetes geschützt wurden. Senior Autor Richard Hodin meint dazu, Aspartam ersetze zwar Zucker, beim Abnehmen funktioniert es jedoch nicht richtig. Es blockiert die Wirkung des IAP. Hodin führt weiter aus, dass man jetzt noch nicht verstehe, warum künstliche Süßungsmittel nicht funktionieren. Es sieht sogar so aus, dass sie mehr Hunger erzeugen und zur Kalorienaufnahme anregen. Andere Mechanismen könnten zwar nicht ausgeschlossen werden. Die Experimente zeigen jedoch deutlich, wie Aspartam die IAP-Aktivitäten verhindere, und zwar ohne Abhängigkeit von anderen Effekten.

Süßstoffe wie Aspartam verwirren das Gehirn

Bedingt durch die starke Süßkraft enthalten Nahrungsmittel mit Süßstoffen beim gleichen Geschmackseffekt weniger bis gar keine Kalorien. Es ist jedoch ziemlich umstritten, ob das Süßen mit Süßstoffen wirklich das Abnehmen fördert. Forschungsergebnisse der vergangenen zwei Jahrzehnte zeigen die merkliche Förderung der Insulinfreisetzung durch Süßstoffe. So verursachen diese den für das Abnehmen nicht gerade förderlichen Heißhunger. Den kennen Sie sicher auch, er macht so manchen Erfolg beim Abnehmen zunichte. Der Körper erhält kein Sättigungssignal. Das bedeutet, dass mehr gegessen wird, als es zuträglich wäre. Das Abnehmen stellt sich nicht ein, das eigentlich so sehr erwünscht wird. Es kommt sogar zu einer Gewichtszunahme und damit zum Gegenteil, was Sie eigentlich erreichen wollten.


Weiterhin stellt sich bei der Anwendung von Zuckerersatzmitteln wie Aspartam eine Täuschung des Gehirns ein: Es entstehen keine Glücksgefühle wie beim Verzehr von normalem Zucker. Die Geschmacksnerven signalisieren zwar ein süßes Signal, die Nervenzellen erzeugen jedoch keine Belohnungsreaktion. So animiert das Gehirn zu mehr Nahrungseinnahme, was dem Abnehmen jedoch völlig entgegensteht. Wegen der starken Süßkraft kommen die Anwender von Süßstoff sogar zu einer Art Sucht nach Süßem. Es werden immer mehr und süßere Nahrungsmittel verzehrt. Zusammenfassend muss gesagt werden, dass zu diesen Ergebnissen noch kein gesamtwissenschaftlicher Konsens besteht. Es deutet aber vieles daraufhin, dass Aspartam kaum beim Abnehmen hilft.

Abnehmen mit Aspartam nicht ratsam und kontraproduktiv

Insgesamt bescheinigt auch eine neue Studie der University of Sydney den künstlichen Süßstoffen generell keine gute Wirkung beim Abnehmen. Dazu wurden Fruchtfliegen eine Zeit mit künstlichen Süßstoffen ernährt. Im Anschluss daran gab es natürlich gesüßtes Futter. Die Fruchtfliegen nahmen 30 Prozent mehr Kalorien auf. Dabei spielte ein Netzwerk von Gehirnnerven eine Rolle, welches die Forscher entdeckt hatten. Es registriert die Futtersüße und die entsprechende Kalorienmenge. Beide Informationen werden verknüpft, veröffentlichten die Forscher im angesehenen Fachblatt „Cell Metabolism“. Sind Energiegehalt und Süße eine bestimmte Zeit nicht mehr im Gleichgewicht, justiert das Gehirn das Verhältnis neu und bewirkt eine Steigerung der Kalorienaufnahme. Zu dieser wichtigen Aussage kommt Greg Neely, welcher die Versuchsreihe leitete. Stimmen Energiegehalt und Süße nicht mehr überein meldet das betreffende Gehirnareal eine Minderaufnahme von Energie. Es kommt zur Steigerung der Kalorienaufnahme, die dem Abnehmen deutlich entgegenläuft. Bei späteren Versuchen mit Mäusen zeigte sich dasselbe Ergebnis.

Für das Abnehmen ist es sinnvoll, den Konsum von Zucker generell zu drosseln. Dies kann geschehen, ohne auf Süßstoffe wie Aspartam auszuweichen. Verzichten Sie auf Aspartam, den damit gestaltet sich das Abnehmen kontraproduktiv. Setzen Sie lieber Zucker sinnvoll ein und lassen ihn nicht ganz weg. Schauen Sie dazu, wie viel Zucker sich in welchen Lebensmitteln versteckt. Sie werden erstaunt sein und eine gute Basis zum Abnehmen bekommen.

Aussagen hingegen, nach denen Aspartam gesundheitsschädlich wäre, sind jedoch nicht richtig. Wie immer zählt die Dosis. Nach neuen Erkenntnissen verträgt der gesunde Mensch bis zu 40 Milligramm pro Kilogramm seines Körpergewichts. Personen mit der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie sind jedoch davon ausgenommen und müssen Diät halten. Aspartam besteht nämlich aus den Aminosäuren Asparginsäure und Phenylalanin. Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) besagt, die Abbauprodukte Phenylalanin, Asparginsäure und Methanol kommen in anderen Nahrungsmitteln ebenfalls vor. In Gemüse und Obst wäre das z.B. Methanol. Den Anteil, welchen die Abbauprodukte von Aspartam zur täglichen Gesamtmenge derjenigen verzehrten Stoffe beitragen, sei zudem ziemlich gering. Sie sollten sich also auf Produkte ohne Aspartam konzentrieren.